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Münchhausener Kirche - ein Blick in die geheimen Kirchenbücher

 

Bis zum Jahre 1893 stand auf dem Kichhof eine kleine Kirche aus Feldsteinen mit einem Holzturm, wahrscheinlich von den Dobrilugker Mönchen zu Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut. Im Kirchturm hingen zwei Glocken. In einem Bericht über die Einweihung der neuen Kirche wird über die alte Kirche unter anderem geschrieben:

"... und besonders der zerfallene Brettertirm hinter der überall schadhaften Kirchhofsmauer für den Wanderer ein das Auge verletzender Anblick war."

Im Frühjahr 1894 wurde die alte Kirche abgerissen und mit dem Bau der jetzigen Kirche begonnen. Der Tag der Einweihung der neuen Kirche war auf den 28. Oktober 1895 festgelegt. Leider war aber die Orgel bis zu diesem Termin noch nicht fertig. Der damahlige Lehrer und Organist Kriehn gründete deshalb einen Männerchor, der dann bei der Einweihungsfeier zum ersten Mal auftrat. Die neue Orgel konnte erst Pfingsten 1896 eingeweiht werden. Auch im Turm der neuen Kirche befanden sich zwei Glocken.

Während des 1. Weltkrieges - im Jahre 1917 - musste, wie überall in Deutschland, die eine Glocke zur Herstellung von Kriegsmaterial abgeliefert werden. Aber im November 1924 schenkte Frau Tonke aus Finsterwalde, ein Münchhausener Kind, anlässlich ihrer Silberhochzeit ihrem Geburtsort eine zweite Glocke.

Zum Neubau unserer Kirche schrieb das "Luckauer Kreisblatt" am 24. September 1895 folgendes:

"Münchhausen: Unser Dorf hatte bis vor Jahresfrist ein altertümliches, aus Feldsteinen erricchtetes Kirchlein, mit einem höchst bauffälligem Glockenturm. Schon lange war ein Neubau geplant, aber erst im vergangenen Frühjahr hat man mit demselben begonnen, nachdem die alte schadhafte Kirche abgetragen worden war. Seit dieser Zeit findet der Gottesdienst im Schulhaus statt, während das alte Glockengeläut auf einem provisorischen Holzgerüst aufgehängt worden ist. Der Trum der neuen Kirche ist schin seit einigen Monaten fertiggestellt, ebenso der Rohbau derselben. Such der innere Ausbau des Gotteshauses geht seiner baldigen Vollendung entgegegen. Gegenwärtig erfolgt die Aufstellung des neuen Orgelwerkes durch den Orgelbaumeister R. aus Trebbin. Die Orgel ist nach dem neuesten und besten System konstruiert, hat Spieltisch mit Ober- und Unterwerk und zeichnet sich durch besondere Klangwirkung aus. Dem Vernehmen stellt sich der Preis des Kunstwerkes auf 2.000,00 M. Zwei Drittel der Kosten des Neubaues hat die königliche Regierung als Patronin bewilligt, den Rest im Betrage von ungefähr 8.00,00 M muss die hiesige Gemeinde aufbringen. Außerdem aht letztere sämtliche Hand- und Spanndienste beim Bau zu leisten. In wenigen Wochen dürfte die feierliche Einweihung der neu erbauten Kirche erfolgen, bei welcher voraussichtlich der Generalsuperintendent Braun aus Berlin zugegen sein wird. Zu dieser großen Feier rüstest sich unsere Gemeinde schon jetzt."

"Luckauer Kreisblatt" vom 31. Oktober 1895:

"In Münchhausen fand am Montag, (28.10.1985) Mittag 12.00 Uhr die feierliche Einweihung der neu erbauten Kirche in Gegenwart des Herrn Generalsuperintendenten Dr. Braun aus Berlin statt, bei welcher Herr Superintendent Stockmann, Finsterwalde und Herr Superintendent Jensichen, Sonnewalde Festpredigten hielten."

Die Grundsetinlegung zur Kirche in Münchhausen war am 12.4.1894. Im 2. Weltkrieg ließen auch die Faschisten die Glocken von den Kirchtürmen herunterholen, um Kriegsmaterial daraus herzustellen. So musste auch Münchhausen wieder eine Glocke abliefern, und zwar die größere, die bei der Einweihung der Kirche im Jahre 1895 zum ersten Mal läutete. Geblieben ist die kleine Glocke, das Geschenk von Frau Tonke.

Im Jahre 1973 wurde der Friedhof nach Osten zu erweitert und eine Freidhofshalle gebaut. Dieser Bau war schon lange ein dringendes Anliegen unserer Bürger, scheiterte aber vorerst an der Bereitstellung der finaziellen Mittel. Er konnte endlich verwirklicht werden, weil sich viele unserer Bürger in freiwilligen unbezahlten Arbeitseinsätzen daran beteiligten. Allen Beteiligten gebührt Dank und Anerkennung, ganz besonders aber unserem Bürger Helmut Schirrmeister, der durch seinen unermüdlichen Einsatz dafür sorgte, dass der Bau ohne größere Verzögerungen beendet werden konnte.

Im Jahre 1991 wurde das Kirchendach neu eingedeckt. Die Kosten betrugen etwa 42.000,00 DDM, davon wurden 10.000,00 DM durch Spenden der Einwohner aufgebracht. Im Rahmen der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wird die Friedhofsmauer neu errichtet.

Am 29. Oktober 1995 feierte unsere Gemeinde das 100jährige Kirchweihjubiläum mit einem Festgottesdienst. Mit den Einwohnern feierten auch viele Gäste aus anderen Kirchengemeinden. Alle ehemaligen Pfarrer, die hier in Münchhausen tätig waren, nahmen am Festgottesdienst in der festlich geschmückten Kirche teil. Von unserer Pfarrerin Frau Jockschat wurde dieser Gottesdienst eröffnet, die Predigt hielt der Generalsuperintendent Dr. Wischnath. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, so dass auch im Hauptgang Stühle aufgestellt wurden. Gäste aus der Partnergemeinde Münchhausen im Westerwald schlossen sich mit einem Grusswort den herzlichen Worten der ehemaligen Pastoren an. Mit einer Kaffeetafel, wo viele Erinnerungen ausgetauscht und neue Bekanntschaften geschlossen wurden, endete das 100jährige Kirchweihjubiläum.

Seit dem Pfingstfest 1998 hat Münchhausen wieder eine zweite Glocke, die aus der Gemeinde Bergheide, die dem Bergbau zum Opfer fiel, stammte. Um die Anschaffung und den Neubau finanzieren zu können, spendeten die Haushalte der Kirchengemeinde bei einer Sammlung 4.607,00 DM. Nach 54 Jahren ist seit dem wieder, ein zweistimmiger Glockenklang vom Turm unserer Kirche zu hören.

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